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Smarte Energielösung im Reihenhaus

  • Eham Johann
  • 4. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Sept. 2025

Ein Reihenhaus bringt viele Vorteile mit sich – kompakte Bauweise, gute Flächenausnutzung und eine oft lebendige Nachbarschaft. Doch wenn es um Energieeffizienz und erneuerbare Energien geht, kann die geringe Dachfläche schnell zur Herausforderung werden.

Genau mit dieser Ausgangslage startete ein Projekt, das wir kürzlich begleiten durften: die Energieversorgung eines kleinen Reihenhauses, bei dem wirklich jeder Quadratmeter Potenzial genutzt werden sollte.


Die Problemstellung: Wenig Platz, große Ansprüche

Das Dach des Hauses bot nur eine sehr begrenzte Fläche für Photovoltaik. Klassische Konzepte wie eine große PV-Anlage oder eine umfangreiche Solarthermiefläche waren nicht realisierbar. Trotzdem war das Ziel klar:

  • möglichst hoher Eigenverbrauch der Solarenergie,

  • eine klimafreundliche Heizlösung ohne fossile Energien,

  • und eine Maximierung des Energiepotenzials trotz kleiner Fläche.


Die Lösung: Kombination aus PV, Wärmepumpe, Abwärmenutzung – und Holzofen

Das Besondere an diesem Projekt war die intelligente Verknüpfung verschiedener Technologien sowie die anspruchsvolle Kommunikation, die von einem regionalen Unternehmen umgesetzt wurde:

  1. Photovoltaik-Anlage– Trotz kleiner Fläche liefert die PV-Anlage sauberen Strom für Haushalt, Wärmepumpe und Batteriespeicher.

  2. Abwärmenutzung hinter den PV-Modulen– PV-Module erwärmen sich bei Sonneneinstrahlung stark. Diese Abwärme wurde gezielt abgeführt und als Wärmequelle für die Wärmepumpe genutzt. So arbeitet die Wärmepumpe effizienter, selbst bei kühleren Außentemperaturen.

  3. Kompakter Sole-Speicher– Ein kleiner Erdwärmespeicher ergänzt die Wärmequelle und sorgt für zusätzliche Betriebssicherheit, auch wenn keine Abwärme verfügbar ist.

  4. Holzofen mit Wassertasche– Zusätzlich wurde ein Holzofen integriert, der mit einer Wassertasche ausgestattet ist. Dadurch kann er nicht nur den Wohnraum behaglich erwärmen, sondern auch direkt Wärme in den Heiz- und Warmwasserkreislauf einspeisen. Besonders in den Übergangszeiten bietet der Ofen eine wertvolle Ergänzung, da er fossile Energien vollständig ersetzt und das Gesamtsystem entlastet.

  5. Batteriespeicher– Überschüssiger Solarstrom wird zwischengespeichert und später für Haushaltsstrom oder die Wärmepumpe genutzt. Damit steigt der Eigenverbrauch deutlich.


Effizienz durch Systemintegration

Die Stärke dieser Lösung liegt nicht in der Größe einzelner Komponenten, sondern in ihrer intelligenten Kombination. Jede Kilowattstunde wird optimal genutzt:

  • Die Wärmepumpe profitiert von den höheren Quelltemperaturen durch die PV-Abwärme.

  • Der Holzofen liefert regenerative Zusatzenergie und sorgt für Redundanz.

  • Der Batteriespeicher verschiebt Lasten in sonnenärmere Zeiten.

  • Das Gesamtsystem spart nicht nur Energie, sondern reduziert auch die Betriebskosten langfristig.

„Wir hätten nie gedacht, dass man auf so kleiner Fläche so viel Energie herausholen kann“, sagt die Eigentümerin des Hauses. „Ohne die kreative Planung hätten wir wohl eine Standardlösung genommen – die aber bei uns gar nicht funktioniert hätte.“


Fazit: Nachhaltigkeit auch im Kleinen

Dieses Projekt zeigt: Auch ein kleines Reihenhaus kann mit durchdachten Konzepten große Schritte in Richtung Klimaneutralität machen. Die Kombination von Photovoltaik, Wärmepumpe, Batteriespeicher, Abwärmenutzung und einem Holzofen mit Wassertasche ist ein Beispiel für zukunftsweisende Technik im Bestand – und macht deutlich, dass es oft nicht die Größe, sondern die Intelligenz der Lösung ist, die den Unterschied ausmacht.

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